Unglaublich, es sind nur noch zwei Folgen und dann ist wiedermal vorerst Schluss. „Eastwatch“ hieß die vergangene Folge, sandte uns treu dem Titel nicht nur ans östlichste Ende des Walls, sondern wie so oft auf eine emotionale Achterbahnfahrt. Grund genüg für ein Recap und der Blick auf die größten OMG-Momente der Episode!

Spoiler Alarm!

 

Picking up where we left off: A Mad Queen

Beinahe nahtlos ging es in der neuen Folge im Anschluss an die überwältigende Schlacht zum Ende von „Spoils of War“ weiter. Erinnern wir uns kurz zurück. Jaime Lannister ritt im Sturm auf die notgelandete Daenerys zu, um den Krieg mittels eines Speerhiebes rasch zu beenden. Einziges Manko an dem sonst potentiell guten Plan: ein recht großer Drache namens Drogon. Zitat Tyrion: „You fucking Idiot.“ Rettung kam in Form eines „fliegenden“ Bronns, beide landeten im sicheren Nass des Sees, anstatt vom Feuer des Drachen geröstet zu werden.

 

Wenig überraschend sank Jaime nicht auf den Grund des Sees, auch wenn uns das das Ende von Folge 4 suggerieren wollte. Recht unbescholten tauchen Bronn und der Gerettete zu Beginn von „Eastwatch“ aus dem Tiefen des Sees auf, weit und breit jedoch kein Drache. Es stellt sich heraus, dass Daenerys ihren aktuellen Standort auf „dort hinten“ verändert hat, um ihren lieben Drogon prachtvoll auf einem Fels in Szene zu setzen und die überlebenden Tarly/Lannister Soldaten vorführen zu lassen. Dann folgt ein ganz klare Ansage, paraphrasiert: Nicht hier um euch zu töten, aber wenn ihr nicht kniet, werdet ihr sterben. Minimaler Widerspruch hier. All das, nachdem Tyrion ohnehin schon mit Post-Traumatic-Stress-Disorder durch den Tag bzw. die letzte Episode ging. Dieser heißt die Inquisitionsmethoden, also ganz genau das Gegenteil von der Form von Gefolgschaft, die Daenerys bisher genoßen hat, sichtlich gar nicht gut. Wozu auch, Soldaten die aus Angst folgen sind nicht das Gleiche wie diejenigen, die es aus Überzeugung tun. Haus Tarly (minus Sam natürlich) weigert sich schussendlich vehement, Daenerys zu folgen, das Todesurteil kommt rasch, aber so ganz anders, als das etwa ein Ned Stark vollstreckt hätte: Nicht das Schwert geführt von Daenerys, sondern der Drache kommandiert von der jungen Königin beendet das Leben von Vater und Sohn Tarly. Dracary! Danach kniet natürlich jeder, niemand will dasselbe Schicksal erleiden.

Jaime und die Mad Queen Nr. 2

Die Beziehung zwischen Jaime und Cersei ist keine einfache. Zum Ersten sind die beiden Geschwister. Nicht gut. Zum Zweiten ist er ein kopfloser Narr und sie eine machthungrige Wahnsinnige. Und Drittens: ein weiteres, problematischerweise gemeinsames Kind. Während Cersei sich durch nichts aufhalten lässt, weder militärisch (zumindest in der Theorie, soll heißen in ihrem Kopf) noch moralisch, lassen sich bei Jaime doch hin und wieder Zweifel vermuten. Alles in allem scheint er ein Charakter zu sein, der ähnlich wie Tyrion sehr nah am Grat zwischen Gut und Böse wandert. Als es dann zum geheimen Treffen zwischen Tyrion und Jaime kommt und dieses sogar gut verläuft, scheint diese Vermutung zumindest nicht entkräftet.Weiteres Indiz ist Jaimes widerspenstige Reaktion auf die Aussicht, Bronn für die Organisation des Treffens bestrafen zu müssen, zumindest wenn es nach Cersei geht. Außerdem scheint Jaime der Bedrohung jenseits des Walls durch den Nightking bei Weitem mehr Glauben zu schenken, als ursprünglich zu erwarten war. Es bleibt jedoch zu befürchten, dass Cersei die Invasion der Toten zu ihrem Vorteil ausspielen wird, immerhin kündigt sie ein so gerissenes Vorgehen ja selbst an. Und lullt daraufhin Jaime via gemeinsames Kind ein. OMG-Moment wie er im Buche steht.

Jon und Drogon

Was war das für eine großartige Szene. Drogon und Jon, Angesicht zu Angesicht, und der schnucklige Drache mit leichter Fehlstellung der Zähne schnurrte wie eine Katze bei der Berührung des Targaryen Incognito. Dass Jon eine Verbindung zu den Drachen haben musste, so wie es auch bei Daenerys der Fall ist, kam nicht als Überraschung, die Szene wurde bereits begierig erwartet. Und das Warten hatte sich ausgezahlt. Die Implikationen scheinen weder Jon noch Daenerys offen zu liegen, ein gewisses Maß an Verwunderung lag aber dennoch auf dem schönen Antlitz der Königin. Schlussendlich wird man das Gefühl nicht los, dass es sich aber eher um ein „Hey, das ist mein Drache, den darf nur ich anfassen!“ handelt. Dankbar für diesen Teaser darf man jedoch gespannt sein, welche Interkationen zwischen Drachen und Jon in den verbleiben Folgen auf uns zukommen. Die Angst im hintersten Eck unserer Köpfe sagt hingegen: Erst nächste Staffel, erst nächste Staffel.

Gendrys Rückkehr

Row, row, row your boat, Gendry for 4 years…. 4 Jahre ist es her, seit Gendry von Dragonstone aus losgerudert ist. Und nun war es soweit, er ist in Staffel 7 angekommen, nach so langer Zeit, vermutlich als Pirat auf den Sieben Meeren der Sieben Königreiche unterwegs gewesen. Offiziell (so offiziell es nun mal geht) war der schmiedefertige Abkömmling von Robert Baratheon nach seinem Abenteuer mit einer gewissen Roten Priestern stets als Schmied in King’s Landing tätig. Gut getarnt, direkt vor der Nase des Feindes. Der Plan, ausgeheckt von Davos, ging schließlich auf. Gendry überlebte unbeschadet mehrere Staffeln, was wohlmöglich bedeutet, dass er nächste Folge das Zeitliche segnen wird. (Betting on it) Die Tatsache, dass Gendry sich rasch dem König des Nordens anschließt, keinen Hehl aus seiner Abstammung macht und sich mit ihm auf eine tödliche Mission begibt, schüren diese Befürchtung weiters. Nichtsdestotrotz ein Hoch auf die Rückkehr des letzten hammerschwingenden Baratheons! Wer hätte damit noch gerechnet.

Littlefingers Plan

Wenn wir schon von Charakteren sprechen, die erfolgreich am Leben bleiben in dieser ach so lebensfeindlichen Serienumgebung: Littlefinger has to go. Seine Intrigen sind jedes Mal ein emotionales Loch, in das man unvorbereitet hineingestossen wird. Warum sollte es in dieser Folge anders sein. Das unerwartete Opfer seiner List: Arya. Mittels einer aus dem Archiv von Master Luwin ausgegrabenen Nachricht von Sansa an ihren verstorben Bruder Robb führt Littlefinger die beiden Stark-Schwestern zusehends auf das Glatteis. Regelrecht aus den Schatten zieht er die Fäden der Puppen. Der Zwist zwischen Arya und Sansa könnte dabei eigentlich recht simpel entschärft werden. Wenn doch nur jemand ein allsehendes Wesen wäre und über entscheidende Informationen über die Machenschaften von Lord Baelish verfügen würde. Einige Dinge müssen scheinbar passieren, 3-Eyed-Raven hin oder her.

Forth into the North

Es ist eine gute Sache, dass sich die Handlung nun zunehmend wieder in den Norden verlagert. Die letzten beiden Staffeln haben beträchtliche Zeit damit verbracht, die Bedrohung der Armee der Toten aufzubauen. Im Verhältnis dazu war der hohe Norden in der 7. Staffel bisher nur ein marginaler Schauplatz. Lediglich Tormund wurde zuvor nach Eastwatch gesandt, um die östlichste Festung mit Wildingen zu bemannen. Und wie das Intro von Folge 5 uns schon verriet, sollte es dieses Mal zurück zum Wall gehen und zwar gleich für mehrere bedeutende Charaktere. Jon Snow, der heimgekehrte Jorah Mormont sowie Gendry und sein Hammer trafen am Ende des Walls auf Tormund. Welch Erleichterung, er war noch am Leben. Doch damit nicht genug, Eastwatch ist ein gastfreundliches Eck, so treffen die genannten hier auf Sandor „The Hound“ Clegane und seine zwei Gefährten, Beric und Thoros. Da alle gerade auf dem Weg in den Norden sind, entsteht eine buntgemischte Abenteurergruppe. Die Tore zur eisigen Wüste jenseits des Walls werden geöffnet und das Himmelfahrtskommando, um einen Untoten „intakt“ (lebendig ist hier ja eher nicht anwendbar) zu fangen und damit nicht nur Cersei, sondern vielleicht ganz Westeros von der Gefahr zu überzeugen, beginnt.

Honorable Mention: Hört doch jemand bitte mal Gilly zu!

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